SPD : Steinbrück: Beck wird Kanzlerkandidat

Nach Ansicht von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück wird der SPD-Chef Kurt Beck bei der nächsten Bundestagswahl gegen Kanzlerin Angela Merkel antreten.

Berlin Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) sieht SPD-Chef Kurt Beck als Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der Bundestagswahl in zwei Jahren. Beck erfülle die Anforderungen besser als alle anderen, sagte Steinbrück der "Süddeutschen Zeitung". Er betonte: "Kurt Beck repräsentiert das Spektrum an Eigenschaften, das ein SPD-Kanzlerkandidat haben muss, am besten." Alle anderen in den Medien gehandelten Namen würden nur "einen bestimmten Ausschnitt" abdecken.

Unter dem Eindruck anhaltend schlechter Umfrageergebnisse für die SPD und schwacher Popularitätswerte Becks waren zuletzt sowohl Außenminister Frank-Walter Steinmeier als auch Steinbrück selbst als Kandidaten ins Gespräch gebracht worden. In der jüngsten Umfrage der ARD, kommt die SPD bei der so genannten Sonntagsfrage auf 28, die Union auf 38 Prozent. Beck hatte stets darauf verwiesen, dass er die Kanzlerkandidatur erst Anfang 2009 entscheiden wolle und dabei als Parteivorsitzender das Vorschlagsrecht habe.

Die Festlegung Steinbrücks ist auch von Bedeutung, weil er faktisch als höchster Repräsentant der SPD hinter Beck spricht: Der Finanzminister ist der einzige der amtierenden fünf Stellvertreter, der von Beck gebeten wurde, sein Amt fortzusetzen. Im Oktober sollen Steinbrück, Steinmeier und Andrea Nahles als Parteivize gewählt werden. (mit ddp)

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