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SPD : Steinbrück entschuldigt sich bei Nahles

Ohne Andrea Nahles wäre sein Leben genauso reich wie heute - mit diesem Satz über die SPD-Generalsekretärin sorgte Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kürzlich für Aufsehen. Nun hat er um Entschuldigung gebeten. Beim Thema Nebeneinkünfte bekommt Steinbrück derweil Rückendeckung von den Grünen.

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Talkshow von Günther Jauch
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück in der Talkshow von Günther JauchFoto: dpa

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will in vier bis acht Wochen sein Wahlkampfteam präsentieren. Er lasse sich hierbei nicht drängen, sagte Steinbrück am Sonntagabend in der ARD-Sendung „Günther Jauch“. Es werde aber ein „eindeutiges Wahlkampfzentrum“ geben, in das er auch eigene Leute seines Vertrauens mitbringen werde.

Steinbrück entschuldigte sich zugleich öffentlich für eine missliebige Äußerung gegenüber SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles in dem Zusammenhang, wonach sein Leben ohne Nahles genauso reich sei wie heute. „Der Satz tut mir leid und ich entschuldige mich dafür“, sagte Steinbrück. Er habe damit etwas zum Ausdruck gebracht, was er nicht gemeint habe. Der Wahlkampf werde geführt mit und im Willy-Brandt-Haus. Dabei spiele die Generalsekretärin die Rolle, die ihr zustehe.

In der Diskussion um seine Nebeneinkünfte bekräftige Steinbrück bei "Günther Jauch", er habe sich „nach Recht und Gesetz“ verhalten. Er zeigte sich zudem ebenfalls offen für strengere Transparenzregeln. Rückendeckung bekommt der SPD-Kanzlerkandidat von den Grünen. Fraktionschefin Renate Künast warf der schwarz-gelben Koalition Aggressivität vor. Die derzeitige Debatte sei „von Zerstörungsinteressen getragen“, sagte Künast im ARD-"Morgenmagazin“. Anders sei es nicht zu erklären, dass die Kritik im Wesentlichen von FDP und CDU komme. „So ist es, wenn man einen guten SPD-Kanzlerkandidaten als Gegenkandidaten hat“, fügte Künast hinzu.
Die Grünen-Politikerin sprach sich zudem für mehr Transparenz bei den Regeln für Nebeneinkünfte aus. Dafür kämpfe ihre Partei seit Jahren, sagte Künast. (dapd/afp)

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