Politik : SPD: Verbleib in Bonn sparte drei Milliarden

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Berlin - Der doppelte Regierungssitz in Berlin und Bonn kommt die Steuerzahler nach Angaben der SPD-Bundestagsfraktion deutlich günstiger zu stehen als ein Komplettumzug der Bundesregierung in die Hauptstadt. SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber erklärte am Donnerstag in Berlin, in den vergangenen zehn Jahren seien durch den Verbleib von ministeriellen Arbeitsplätzen in Bonn fast drei Milliarden Euro eingespart worden.

Der Bonner Bundestagsabgeordnete verwies darauf, dass der Umzug der in Bonn verbliebenen Stellen fünf Milliarden Euro gekostet hätte und allein dafür jährliche Zinsen von mindestens 300 Millionen Euro angefallen wären. Dem gegenüber stünden jährliche Kosten von lediglich rund zehn Millionen Euro für Flüge von Bundesbediensteten zwischen der Hauptstadt und Bonn.

Wie der Tagesspiegel am Donnerstag berichtet hatte, hatte der doppelte Regierungssitz bislang 194 Millionen Euro an Umzugskosten, Trennungsgeld sowie Flug- und Bahnreisen gekostet. „Es bleibt dabei: Jedes Jahr ohne Totalumzug nach Berlin spart fast dreihundert Millionen Euro Zinsen“, sagte der Bundestagsabgeordnete. AFP

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