SPD-Vize Schwesig : "Wir wollen die Frauenquote, wir wollen sie jetzt"

Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig hat eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent für Unternehmen in Deutschland gefordert. Und zwar sofort.

Frauenoffensive: SPD-Vize Manuela Schwesig macht sich für die Quote stark.
Frauenoffensive: SPD-Vize Manuela Schwesig macht sich für die Quote stark.Foto: dpa

Schwesig sagte am Montag im ARD-„Morgenmagazin“: „Wir wollen die Frauenquote, und wir wollen nicht mehr darauf warten. Wir wollen sie jetzt. Wir warten seit zehn Jahren.“ Es gebe seit zehn Jahren freiwillige Vereinbarungen mit der Wirtschaft. Schwesig: „Von den 200 stärksten Unternehmen haben nur drei Prozent Frauen in Führungspositionen. Das ist wirklich mittelalterlich. Alle Länder um uns herum haben die Quote, warum sollten wir jetzt noch warten?“

Schwesig forderte Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zu schnellem Handeln auf, wenn sie es mit ihren aktuellen Forderungen mit einer Quote von 30 Prozent ernst meine. Von der Leyen habe „in den letzten fünf Jahren die Quote blockiert. Ich wundere mich. Sie springt jetzt auf einen fahrenden Zug auf. Wir werden sehen wie ernst sie es meint.“

Die SPD-Politikerin kritisierte die Haltung der Arbeitsministerin, die Unternehmen je nach ihrer Größe frei über die Quote entscheiden zu lassen. „Wir brauchen keine Debatte darüber. Wir brauchen einen Frauenplan für Deutschland, der drei Punkte beinhaltet: erstens die Frauenquote für Führungspositionen, zweitens Ganztagsbetreuungsplätze in Kitas und Schulen. Hier ist der Bund in der Pflicht, hier hat Frau von der Leyen in den Verhandlungen blockiert. Als dritten Punkt brauchen wir endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Es geht nicht, dass Frauen immer weniger Geld verdienen als Männer und damit auch keine armutsfesten Renten haben.“ (dpa)

59 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben