Politik : SPD will Truppen in Afghanistan reduzieren

Berlin - Die SPD drückt beim Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan aufs Tempo und will die Truppenstärke im nächsten Jahr um mindestens 1000 Soldaten verringern. Damit wären Ende 2013 noch höchstens 3400 deutsche Soldaten am Hindukusch. „Vielleicht gibt es sogar noch größere Spielräume. 1000 Soldaten weniger wären aus unserer Sicht das Minimum“, sagte SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold der „Mitteldeutschen Zeitung“. Ende 2014 will die internationale Schutztruppe Isaf ihren Kampfeinsatz in Afghanistan beenden. Die Bundeswehr hat Anfang des Jahres mit dem Abzug aus Afghanistan begonnen und die Truppenstärke bereits von ursprünglich mehr als 5000 auf 4500 Soldaten verringert. Ende Januar 2013 sollen es noch höchstens 4400 Soldaten sein. Dann endet das aktuelle Bundestagsmandat. Über eine Verlängerung werden Koalition und Opposition in den nächsten Wochen verhandeln. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat noch keine Zahlen genannt. Er sieht die Ausbildung der afghanischen Armee insgesamt aber auf gutem Weg. Die Armee sei relativ gesehen wahrscheinlich eine der am besten funktionierenden Institutionen in Afghanistan, sagt er. dpa

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