Politik : SPD–Spende falsch verbucht

Unregelmäßigkeiten in Wuppertal

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Wuppertal (mfk/dpa). Die Wuppertaler SPD hat weitere Unregelmäßigkeiten im Umgang mit Parteispenden eingeräumt. So sei 1998 die BarSpende eines damals Unbekannten über 5100 Mark (2608 Euro) gestückelt und als Spenden über jeweils 1700 Mark von drei SPD-Mitarbeitern verbucht worden, sagte die Wuppertaler SPD-Chefin Vera Dedanwala. Der SPD-Landesverband NRW suspendierte daraufhin den damaligen Geschäftsführer der Wuppertaler SPD, Jörg Biesterfeld, mit sofortiger Wirkung.

Die Bundesschatzmeisterin der SPD, Inge Wettig-Danielmeier sprach von einem „äußerst unangenehmen Vorgang“. Wahrscheinlich habe Biesterfeld eine anonyme Spende bewusst falsch verbucht, indem er sie dem Bereich „Sonstiges“ zugeordnet habe. Das Buchungssystem lasse gar keine anonymen Spenden zu. Die Angabe von Namen und Adresse des Spenders müssten immer angegeben werden. Wettig-Danielmeier wertete die Finanzvorgänge in Wuppertal als „ziemlich verworrene“ Angelegenheit. „Da ist mehreres falsch gelaufen. Insgesamt sieht alles schwer nach Kuddelmuddel aus“, sagte sie dem Tagesspiegel. Es sei aber deutlich geworden, dass die falsch verbuchte Spende nicht mit der Großspende an den Wuppertaler OB Kremendahl in Zusammenhang stehe.

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