Politik : Spezialeinheiten suchen weiter nach bin Laden

Das Verwirrspiel um den Aufenthaltsort des islamischen Fundamentalistenführers Osama bin Laden dauert an: Bin Laden sei weiterhin "Gast" der Taliban, sagte Taliban-Botschafter Abdul Salam Saif am Sonntag im pakistanischen Islamabad. Die radikalislamische Miliz werde den mutmaßlichen Terroristen "bis zum letzten Augenblick" beschützen, sein Aufenthaltsort sei den Taliban jedoch nicht bekannt. Zum Thema Online Spezial: Terror und die Folgen
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Fotostrecke: Der Krieg in Afghanistan Zuvor hatte Salam Saif erklärt, bin Laden befinde sich nicht mehr in von den Taliban kontrolliertem Gebiet. Am Samstag hatte er einen Bericht des katarischen Fernsehsenders Al Dschasira dementiert, der ihn mit den Worten zitierte, bin Laden sei zusammen mit seinen Ehefrauen und seinen Kindern an einen unbekannten Ort geflohen. Die USA machen bin Laden für die Terroranschläge vom 11. September verantwortlich.

Nach britischen Zeitungsberichten kreisten britische und US-Spezialeinheiten bin Laden am Wochenende in einem 80 Quadratkilometer großen Gebiet in der Umgebung der Taliban-Hochburg Kandahar im Süden Afghanistans ein. Nach Angaben des "Innenministers" der Nordallianz, Junis Kanuni, hält sich der Fundamentalistenführer in der Ortschaft Maruf etwa 130 Kilometer östlich von Kandahar auf, wo er Trainingslager und unterirdische Bunker habe.

Die spanische Justiz erhob am Sonntag unterdessen Anklage gegen acht mutmaßliche Terroristen, die in die Anschläge in den USA verwickelt sein sollen. Den acht Männern, die arabischer Abstammung sein sollen, wird Mitgliedschaft im Terrornetz von Osama bin Laden, Fälschung und Raub vorgeworfen, wie spanische Medien unter Berufung auf die Behörden meldeten. Drei Verdächtige, die am Dienstag bei Razzien in Madrid und Granada festgenommen wurden, sind auf freien Fuß gesetzt worden. Die Beschuldigten weisen die Vorwürfe zurück.

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