Politik : Spiel ohne fünf

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Die deutsche Delegation bei der Fußball-WM schwelgt in Erinnerungen. Zu sehr erinnert der Achtelfinal-Sieg an die WM-Endrunde 1986. Schon damals hatte Lothar Matthäus die deutsche Elf mit einem Tor in der vorletzten Minute gegen einen Außenseiter ins Viertelfinale geschossen. Führt man die Parallele zu Ende, kommt man zu dem Schluss: Auch 16 Jahre später müsste der Weg bis ins Finale frei sein. Doch außer Torhüter Oliver Kahn traut sich das keiner offen auszusprechen. Genau genommen wird es auch nur aus seinem Mund akzeptiert.

Zurück in der Gegenwart wirkt der Vergleich jedoch etwas gewagt. Zu sehr plagt Teamchef Rudi Völler die Verletzungsmisere seiner Mannschaft. Ohne fünf angeschlagene Spieler bestritten die Deutschen das erste Training nach dem 1:0 gegen Paraguay. Marko Rehmer, Miroslav Klose, Michael Ballack und Jens Jeremies müssen pausierten. Christoph Metzelder musste in einem Krankenhaus sogar geröntgt werden, eine schwerere Verletzung an den lädierten Knöcheln wurde aber ausgeschlossen. Tsp

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