Politik : Spionagevorwurf löst Regierungskrise aus Koalitionspartner entzieht

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Budapest (dpa). Nur drei Wochen nach Antritt der ungarischen Regierung steckt die sozialliberale Koalition in einer Krise. Wie Budapester Zeitungen am Mittwoch berichteten, sprachen die Freidemokraten als Partner der Sozialisten Premier Peter Medgyessy das Misstrauen aus. Die Krise wurde durch eine Veröffentlichung der konservativen Tageszeitung „Magyar Nemzet“ am Dienstag ausgelöst. Danach soll Medgyessy unter den Kommunisten für die Spionageabwehr gearbeitet haben und 1978 als Offizier im besonderen Einsatz im ungarischen Finanzministerium zum Oberleutnant des Innenministeriums befördert worden sein. Der Regierungschef erklärte am Mittwoch: „Ich war fünf Jahre lang Abwehroffizier.“ Zwischen 1977 und 1982 habe er als leitender Beamter im Finanzministerium Staatsgeheimnisse gegen fremde Nachrichtendienste geschützt.

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