Politik : Spitzenplatz für Steinbrück

Ex-Finanzminister führt Politiker-Rangliste im Politbarometer an

Foto: dapd
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Berlin - Ein Umfragen-Comeback kann Ex-Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) feiern. Auf der Liste der zehn wichtigsten Politiker landete Steinbrück nach der Diskussion um den SPD-Kanzlerkandidaten laut dem jüngsten Politbarometer im Auftrag von ZDF und Tagesspiegel auf dem Spitzenplatz, nachdem er eineinhalb Jahre nicht im Ranking vertreten war. Auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf liegt Steinbrück mit 1,4 ganz knapp vor SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (1,4), der das Ranking Ende Mai noch mit dem Wert von 1,3 angeführt hatte. Steinbrück hatte im Mai eine Übernahme der SPD-Kanzlerkandidatur 2013 nicht ausgeschlossen.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen die Parteien auf dieselben Werte wie Ende Mai: Die CDU/CSU verharrt mit 34 Prozent im Stimmungstief, die SPD käme erneut auf 28 Prozent. Die FDP würde nur vier Prozent verbuchen, die Linke sieben Prozent und die Grünen 22 Prozent. Auf die Frage, welche Parteien nach der nächsten Bundestagswahl zusammen eine Regierung bilden sollen, sprach sich wie auch schon in der letzten Umfrage eine relative Mehrheit von 28 Prozent für eine Koalition aus SPD und Grünen aus.

Den am Montag von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg bis 2022 finden 45 Prozent der Befragten richtig. Allerdings hält eine Mehrheit von 62 Prozent die Atompolitik der Bundesregierung für nicht glaubwürdig. Während 36 Prozent eher mit negativen Folgen des Atomausstiegs für die deutsche Wirtschaft rechnen, glauben 31 Prozent, dass sich der Abschied von der Kernkraft positiv auswirken wird.

Bei der Umfrage, bei der zwischen Dienstag und Donnerstag 1332 Wahlberechtigte befragt wurden, gaben insgesamt 67 Prozent an, sie fühlten sich durch den Ehec-Erreger nicht gesundheitlich gefährdet. Im Norden Deutschlands fühlten sich allerdings 45 Prozent gefährdet. Eine Mehrheit von 53 Prozent fällte ein negatives Urteil über den Umgang der Behörden und Ministerien mit der Epidemie.Tsp

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