Politik : Sprechen USA mit Rebellen im Irak?

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Washington/Bagdad Die USA haben laut „Time“-Magazin erstmals direkte Kontakte zu den sunnitischen Aufständischen im Irak aufgenommen. Mindestens zwei Mal habe es schon Gespräche gegeben. Danach waren die USA bei den bisherigen Gesprächen durch einen diplomatischen Vertreter und einen Geheimdienstbeamten vertreten. Ein „eingeweihter“ westlicher Beobachter wurde mit den Worten zitiert, es handele sich nicht um offiziell von der US-Regierung in Auftrag gegebene Gespräche, sondern um Kontakte über „Kanäle im Hintergrund“.

Passanten entdeckten am Sonntag auf einer Landstraße bei Falludscha die Leichen von drei irakischen Soldaten. Nach Krankenhaus-Angaben waren sie erschossen worden. Eine Autobombe explodierte am Sonntag früher als geplant in der arabischen Enklave Howeidscha bei Kirkuk. Der Fahrer des Wagens fand den Tod.

Unruhig war es am Wochenende auch in der westirakischen Provinz Anbar, wo Aufständische US-Truppen angriffen und die Amerikaner Dutzende von Verdächtigen gefangen nahmen. Augenzeugen berichteten, in Dörfern rund um Ramadi hätten die Amerikaner 75 Verdächtige festgenommen, darunter Hani Nassar el Obeidi, einen ehemaligen Top- Funktionär der Baath-Partei von Saddam Hussein. dpa

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