Sri Lanka : 30 Tote bei Kämpfen zwischen Rebellen und Militär

In Sri Lanka sind bei Gefechten zwischen Streitkräften und der Rebellengruppe "Befreiungstiger von Tamil Eelam" mindestens 35 Menschen ums Leben gekommen. Erstmals griffen die Tamilen zugleich vom Boden und aus der Luft an.

Tamilenangriff
Nach dem Angriff. Soldaten suchen nach einem abgestürzten Helikopter. -Foto: dpa

ColomboBei dem Abwurf zweier Bomben aus zwei Fliegern der Rebellen wurden auf dem rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo gelegenen Stützpunkt Anuradhapura zwei Kampfhubschrauber sowie eine Fliegerabwehrstellung zerstört. Gleichzeitig versuchten die Tamilen-Kämpfer, das Lager auch vom Boden aus zu stürmen. Die Polizei verhängte auf der Suche nach den Angreifern eine Ausgangssperre. Nach Armeeangaben wurden mindestens 22 Aufständische und 13 Soldaten getötet. Die Stadt Anuradhapura zieht als heilige Stätte der Buddhisten jährlich Tausende Besucher aus dem In- und Ausland an.

Wie das Verteidigungsministerium in Colombo mitteilte, starben vier Besatzungsmitglieder eines Kampfhubschraubers, als sie anderen Soldaten nach dem Rebellenangriff auf die Militärbasis zur Hilfe eilen wollten. Ihre Maschine stürzte aufgrund des schlechten Wetters ab. Drei bei den Kämpfen verwundete Marineangehörige erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Außerdem habe es auf Seiten der Armee 16 Verletzte gegeben. Die Luftwaffe flog einen Vergeltungsangriff auf das Rebellengebiet im Norden der Insel. Nach Armeeangaben war das Ziel ein Trainingslager der Angreifer.

In dem seit 35 Jahren andauernden Kampf der "Befreiungstiger von Tamil Eelam" für eine Unabhängigkeit des Nordens und Nordostens Sri Lankas gegen die Regierung in Colombo kamen bislang mehr als 60.000 Menschen ums Leben. (mit AFP, dpa)

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