Politik : Sri Lanka: Hunderte Tote durch Krieg

Im Norden Sri Lankas hat es in den vergangenen Tagen die schwersten Kämpfe des Bürgerkrieges seit einem Jahr gegeben. Die tamilischen Separatisten der LTTE sprachen von fast 500 Toten, davon allein etwa 400 auf Seiten der Regierungstruppen. Die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) erklärten, nach den mehrtägigen Kämpfen hätten sich die Regierungstruppen zurückziehen müssen. Die Regierung in Colombo erklärte dagegen, es habe 377 Tote gegeben. Die Befreiungstiger kämpfen seit 18 Jahren für einen eigenen Staat der tamilischen Bevölkerung auf Sri Lanka.

Die Kämpfe auf der Halbinsel Jaffna im Norden des Landes konzentrierten sich seit Mittwoch auf die Stadt Pallai, nachdem eine von der LTTE ausgerufene einseitige Waffenruhe abgelaufen war. Sri Lankas Präsidentin Chandrika Kumaratunga erklärte, Friedensgespräche seien mit den Rebellen auch ohne eine Waffenruhe möglich.

Die LTTE kämpft seit 1983 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit im Norden und Osten des Landes. In dem Konflikt sind insgesamt etwa 64 000 Menschen getötet worden. Die LTTE hatte die viermonatige Waffenruhe am 24. Dezember ausgerufen, um eine Friedensinitiative unter norwegischer Vermittlung voranzubringen.

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