Sri Lanka : Militär dringt weiter in Rebellengebiet vor

Im Kampf gegen die Separatistenorganisation Tamil Eelam (LTTE) auf Sri Lanka ist die Armee erstmals in das nordöstliche Rebellengebiet vorgerückt. Dabei sind mehrere Rebellen umgekommen.

ColomboEin Militärsprecher sagte, die Truppen seien bei dem Vorstoß auf heftigen Widerstand der LTTE gestoßen und hätten mindestens 35 Rebellen getötet. Die Streitkräfte wollen Zivilisten aus der Gewalt der Aufständischen befreien, sagte das Verteidigungsministerium.

Unterdessen wurden bei einem neuen Artillerieangriff des Militärs auf ein Krankenhaus im Rebellengebiet mindestens 47 Zivilisten getötet, teilte der LTTE-nahe Internetdienst Tamilnet mit. Die Armee wies die Vorwürfe jedoch zurück. Eine unabhängige Bestätigung für die Berichte gab es nicht, da die Regierung Journalisten und Beobachtern den Zugang in das nur noch etwa fünf Quadratkilometer große Rebellengebiet im Nordosten der Insel verweigert.

Am Wochenende waren in der Region nach Angaben von Ärzten bereits etwa 400 tamilische Zivilisten durch Artilleriebeschuss getötet worden. Die Vereinten Nationen hatten den Angriff als Blutbad bezeichnet und beide Seiten dazu aufgefordert, die Sicherheit der im Kampfgebiet festsitzenden rund 50.000 Zivilisten zu gewährleisten. (aku/dpa)

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