• Staatskrise auf den Fidschi-Inseln: Putschisten lassen alle Geiseln frei - Anhänger von Rebellenführer Speight zum Präsidenten ernannt

Politik : Staatskrise auf den Fidschi-Inseln: Putschisten lassen alle Geiseln frei - Anhänger von Rebellenführer Speight zum Präsidenten ernannt

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Mit der Freilassung der letzten Geiseln und der Wahl eines neuen Präsidenten sind am Donnerstag die Hoffnungen auf ein Ende der Staatskrise auf den Fidschi-Inseln gestiegen. Knapp zwei Monate nach der Erstürmung des Parlaments ließen die Putschisten am Donnerstag ihre letzten 18 Geiseln frei, unter ihnen auch den abgesetzten Ministerpräsidenten Mahendra Chaudhry. Wenige Stunden nach dem friedlichen Ende des Geiseldrams wählte der Große Rat der Häuptlinge Ratu Josefa Iloilo, einen Vertrauten von Putschistenführer George Speight, zum neuen Präsidenten.

Australien und Neuseeland begrüßten die Freilassung der Geiseln am Donnerstag, nahmen die Sanktionsdrohungen jedoch nicht zurück. Für den Fall, dass die Demokratie auf Fidschi nicht wiederhergestellt wird, haben die Europäische Union, die USA, Australien und Neuseeland mit umfassenden Sanktionen gedroht. Anlass zur Besorgnis bot am Donnerstag die Besetzung von drei weiteren Ferienanlagen durch protestierende Insulaner. Ein Militärsprecher bestätigte am Donnerstag, dass neben der Luxusferienanlage auf Turtle-Island auch die Anlagen auf Laucala-Island, in Buca Bay und Rukuruku besetzt worden seien. Auf Laucala halten sich derzeit keine Urlauber auf, da die Anlage geschlossen ist. Urlauber der anderen Anlagen durften die Hotels verlassen. Die Putschisten hatten das Parlament am 19. Mai gestürmt und Mitglieder der demokratisch gewählten Regierung gefangen genommen. Zehn Tage später übernahm das Militär die Kontrolle auf Fidschi.

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