Politik : Stammesführer und Monarchisten

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Die Organisatoren der Nationalkonferenz in Bagdad haben Kritik an der Zusammensetzung des neuen irakischen Übergangsparlaments zurückgewiesen. Auf der Kandidatenliste seien alle ethnischen und religiösen Gruppen des Landes vertreten, religiöse sowie säkulare Kräfte. Zahlreiche der rund 1000 Teilnehmer der Konferenz hatten das Abstimmungsverfahren

kritisiert, weil über eine Liste, deren Kandidaten erst spät bekannt gegeben worden waren, abgestimmt wurde. Im Übergangsparlament, das ein Gegengewicht zur Übergangsregierung bilden soll, sind zahlreiche Mitglieder von Parteien vertreten, die auch der Regierung angehören. Zu den ausgewählten 81 Abgeordneten gehören mehrere Stammesführer sowie Scharif Ali bin Hussein, der Führer der Monarchiebewegung. Automatisch ziehen 19 Angehörige des Anfang Juni aufgelösten provisorischen Regierungsrats in das Parlament ein. dpa

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