Steuerhinterziehung : Neuauflage im Strauß-Prozess

Wegen Steuerhinterziehung muss sich der Politikersohn Max Strauß erneut vor dem Augsburger Landgericht verantworten. Ein früheres Urteil der Strafkammer hatte der Bundesgerichtshof wieder kassiert.

Augsburg - Vor dem Augsburger Landgericht hat der Prozess gegen Max Strauß begonnen. Der 47-jährige Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß muss sich in einer Neuauflage seines Steuerhinterziehungsverfahrens vor Gericht verantworten. Max Strauß soll Schmiergelder in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro vom Rüstungslobbyisten Karlheinz Schreiber für seine Vermittlung bei Fuchs-Spürpanzer- und Airbusgeschäften kassiert und nicht versteuert haben. Für den Prozess sind 42 Verhandlungstage angesetzt.

Schon einmal - im Juli 2004 - hatte das Landgericht Augsburg den Politikersohn zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Dieses Urteil war vom Bundesgerichtshof (BGH) im Oktober vergangenen Jahres aufgehoben und zur Neuverhandlung an eine andere Augsburger Strafkammer zurückverwiesen worden. Die Bundesrichter monierten, das unterstellte Treuhandverhältnis zwischen Schreiber und Strauß sei nicht hinreichend bewiesen worden. Das Augsburger Gericht war zu dem Schluss gekommen, Schreiber habe auf Tarnkonten in der Schweiz die Strauß-Millionen gehortet und für ihn verwaltet. (tso/ddp)

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