Politik : Steuern sprudeln – Koalition erwägt Entlastung

Berlin - Beschäftigungsanstieg, massiver Abbau der Kurzarbeit, Lohnerhöhungen und höhere Bonuszahlungen haben dem Staat im Mai deutlich höhere Steuereinnahmen als im Vorjahr beschert. Nach dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht Juni des Bundesfinanzministeriums stiegen die Einnahmen insgesamt um 10,1 Prozent. Der Bund allein verbuchte ein Plus von 11,8 Prozent. Die Einnahmen aus der Lohnsteuer übertrafen den Vorjahresmonat Mai um 16,3 Prozent. Für die ersten fünf Monate betrug das Plus 9,5 Prozent. In den Mai-Ergebnissen schlagen sich laut Finanzministerium auch Zahlungen nieder, die nicht jeden Monat anfallen. Genannt werden Auszahlungen von Altersvorsorgezahlungen und Dividendenausschüttungen von Aktiengesellschaften. Letztere sorgten etwa bei den nicht veranlagten Steuern vom Ertrag für ein Plus im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat von 28,6 Prozent. Die Bundesregierung will nun mögliche Entlastungen für Bürger und Wirtschaft ausloten. Wann sich Spielräume dafür ergeben, ließ Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin aber offen. Bei dem geplanten Koalitionstreffen vor der Sommerpause, bei dem Union und FDP den Arbeitsplan der nächsten Monate besprechen wollen, würden mögliche Steuerentlastungen wahrscheinlich ein Thema sein, sagte Seibert. dpa/dapd

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