Steuerreformpläne : Steuerzahlerbund: CSU-Pläne gehen nicht weit genug

Die CSU-Pläne für Milliarden-Entlastungen der Bürger gehen nach Auffassung des Präsidenten des Steuerzahlerbunds, Karl Heinz Däke, nicht weit genug. Er forderte ein linear-progressives Steuermodell.

Däke
Karl Heinz Däke: "Das deutsche Steuerkonzept ist ungerecht"Foto: dpa

PassauDäke sagte der "Passauer Neuen Presse": "Vom Volumen her ist das CSU-Konzept ein erster richtiger Schritt, er wird auf Dauer jedoch nicht ausreichen". Er forderte, dass der Steuertarif "automatisch an die Einkommens- und Inflationsentwicklungen angepasst" werde.

Zudem müsse "der unselige Knick im Tarif" verschwinden. Zwischen einem Jahreseinkommen von 7665 und 12.740 Euro steige die Steuerbelastung derzeit viel steiler an als bei höheren Einkommen. "Das ist ungerecht. Wir brauchen einen durchgehend linear-progressiven Tarif", sagte Däke. Solche eine Reform wäre jedoch teurer als 28 Milliarden Euro.

Däke begrüßte die CSU-Forderung nach einer Wiedereinführung der Pendlerpauschale. "Daran führt kein Weg vorbei." Die frühere Pendlerpauschale müsse in der bisherigen Höhe von 30 Cent pro Kilometer wieder eingeführt werden. "Eigentlich müsste sie aufgrund der steigenden Mobilitätskosten sogar höher sein", sagte der Verbandspräsident. (th/AFP)

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