Politik : Stichwort: Die Weltbank

Die Weltbank wurde 1944 als Schwesterorganisation des Internationalen Währungsfonds (IWF) gegründet. Wie im IWF sind 184 Staaten Mitglieder. Hauptaufgabe ist der Kampf gegen die Armut.

Washington (16.03.2005, 16:57 Uhr) - Präsident ist seit 1995 der gebürtige Australier James Wolfensohn. Nachfolger soll nach dem Willen von US-Präsident George W. Bush der US-Vizeverteidigungsminister Paul Wolfowitz werden.

Die Weltbank ist der größte Geldgeber für Entwicklungsprojekte weltweit. Sie vergibt langfristige, weitgehend zinsfreie Kredite oder Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Weltbank engagiert sich vor allem beim Aufbau von Bildungs- und Gesundheitswesen, Wasser- und Stromversorgung und im Kampf gegen Krankheiten und Umweltverschmutzung. In den vergangenen 20 Jahren hat sich ihr Fokus stark geändert: Während 1980 noch 21 Prozent der Kredite in die Stromerzeugung flossen, sind es heute deutlich weniger. Dagegen hat sich der Anteil der Kredite für Gesundheits-, Bildungs- und soziale Projekte kräftig erhöht.

Die Weltbank ist nach eigenen Angaben größter internationaler Geldgeber im Bereich Bildung und bei der Aids-Bekämpfung. Seit 1996 unterstützt sie aktiv den Schuldenerlass für arme Länder. Unter der so genannten HIPC-Initiative haben 26 Länder inzwischen Zusagen über den Erlass von Schulden im Umfang von 41 Milliarden Dollar bekommen. Dafür müssen sie unter anderem eigene Programme für den gezielten Kampf gegen die Armut vorlegen. (tso) ()

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