Politik : STIMMEN

SPD-Spitzenkandidat Heiko Maas warf den Grünen vor, klar gegen den Willen der Wähler entschieden zu haben. Den Grünen-Wählern werde sich nun „der Magen umdrehen“. Die Entscheidung sei eine Entscheidung gegen einen Politikwechsel und für ein „Weiter so“ unter einem abgewählten CDU-Ministerpräsidenten. Der saarländische SPD-Bundestagsabgeordnete Ottmar Schreiner warf der Führung der Saar-Grünen vor, die Öffentlichkeit über ihre Absichten grob getäuscht zu haben. „Die Grünen haben öffentlich den Eindruck erweckt, als seien sie nach allen Seiten offen, dabei hat ihre Führung seit Wochen auf Jamaika hingearbeitet.“ Der Grünen-Europaabgeordnete Werner Schulz zeigte sich dagegen „erfreut und erleichtert“ über die Weichenstellung im Saarland. „Hubert Ulrich hat mit sehr viel Geschick dafür gesorgt, dass die Grünen insgesamt nicht in eine Abhängigkeit von SPD und Linkspartei geraten“, sagte Schulz dem Tagesspiegel. Die Grünen dürften sich auch im Bund nicht in ein Lager mit SPD und Linkspartei begeben, sondern müssten als „Partei der Mitte eigenständig und koalitionsflexibel“ bleiben, mahnte Schulz. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla rechnet nach der „Jamaika-“- Entscheidung mit einer stabilen Zusammenarbeit von Union, FDP und Grünen im Saarland. „Die rot-rot-grünen Träume der SPD sind

heute endgültig geplatzt“, sagte er der „Financial Times Deutschland“. „Die Grünen haben sich für stabile Verhältnisse im Saarland entschieden. Es ist zu begrüßen, dass sie sich weigern, als Mehrheitsbeschaffer für rot-rote politische Experimente zu dienen.“ Tsp

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