Politik : Stoiber betont Nähe zu Bush

Im Fall seines Wahlsiegs will der Kanzlerkandidat der Union, Edmund Stoiber, die Beziehungen zu den USA "deutlich" verbessern. Der CSU-Chef kündigte an, in der Irak-Politik eine engere Zusammenarbeit mit der Regierung von Präsident George W. Bush anzustreben. "Ich möchte ein starker, verlässlicher und selbstbewusster Partner der Vereinigten Staaten werden", sagte Stoiber wenige Tage vor seiner USA-Reise. "Die Kontakte zwischen der deutschen und amerikanischen Regierung müssen deutlich intensiver werden, als sie gegenwärtig sind." Er kritisierte dabei die rot-grüne Bundesregierung, die das Verhältnis zu den USA in den vier Jahren ihrer Regierungszeit habe "unklar werden lassen" - auch durch die öffentliche Kritik an der amerikanischen Irak-Politik. "Unter Freunden wird es auch kritische Worte geben können - aber im Dialog, nicht auf dem öffentlichen Markte."

Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Sport wollen Stoiber mit einer eigenen Initiative unterstützen. Die "eigenständige, eigenverantwortliche" Initiative sei derzeit im Aufbau, bestätigte eine CSU-Sprecherin. Namen von Unterstützern wollte sie nicht nennen. Der Slogan der Aktion laute "Initiative Edmund Stoiber. Der nächste Kanzler muss erfolgreich sein", schrieb "Bild am Sonntag".

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