Politik : Stoiber will 2002 eine "Kernmannschaft"

Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber hat die Aufstellung einer CDU/CSU-"Kernmannschaft" für die Bundestagswahl 2002 vorgeschlagen. "Die Union wird ihren Führungsanspruch nicht nur mit einer Frau oder einem Mann begründen", sagte der CSU-Chef in der "Bild"-Zeitung zu der laufenden Kandidatendiskussion. Dem Team sollten beispielsweise Hessens Ministerpräsident Roland Koch oder der frühere CDU-Vorsitzende Wolfgang Schäuble angehören. Stoiber gilt derzeit als aussichtsreichster Kanzlerkandidat der Union, deutlich vor CDU-Chefin Angela Merkel.

Die CDU-Führung reagierte zurückhaltend auf den Vorstoß Stoibers. Koch sagte dem Sender N 24: "Es ist zwar nicht unehrenhaft, von Stoiber in das Wahlkampfteam berufen zu werden." Die Aufgabenverteilung solle aber erst im Frühjahr 2002 erfolgen. In der nächsten Zeit sollte sich die Union nicht mit Personaldebatten, sondern mit Sachfragen beschäftigen. Im gleichen Sinne äußerten sich auch Merkel und CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer.

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