Politik : Stoiber will sich der Kritik der CSU stellen

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München - Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Edmund Stoiber will sich bei einem Kleinen Parteitag am Montag der Kritik der Delegierten stellen und verlorene Sympathien zurückgewinnen. Stoiber werde zu den Querelen nach seinem Rückzieher von einem Berliner Ministeramt Stellung nehmen, sagte Generalsekretär Markus Söder am Freitag. Der Parteichef habe die Kritik „sehr wohl verstanden“, betonte Söder. Hauptprogrammpunkt des so genannten Parteiausschusses in den Münchner Messehallen ist die Abstimmung über den Berliner Koalitionsvertrag.

Zu den Querelen um Stoiber sagte Söder: „Es braucht noch viele, viele Schritte, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Ich bin aber optimistisch, dass uns dies gelingen wird.“ Söder erläuterte, dass der mittags beginnende Parteiausschuss ohne Zeitbegrenzung diskutieren werde. Anders als bei der Verabschiedung des Wahlprogramms sei jedoch eine ausführliche Aussprache geplant.

Stoiber sowie die beiden designierten Bundesminister Horst Seehofer und Michael Glos werden zu Beginn der Kleinen Parteitags zu den 220 Delegierten sprechen. „Ich wünsche mir eine sehr ausführliche Debatte“, sagte Söder. „Der Parteiausschuss darf kein reines Abnickgremium sein.“ Dies sei auch ein Ergebnis des Lernprozesses in den vergangenen Wochen.

Stoiber allerdings hat am Montagabend um 18 Uhr bereits wieder einen Termin – ein Treffen mit Jeb Bush, dem Gouverneur des US-Bundesstaats Florida und Bruder des US-Präsidenten George W. Bush. dpa

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