Strafmaßnahmen : USA planen neue Sanktionen gegen Iran

Die USA wollen im Alleingang neue Sanktionen gegen Iran verkünden. Die Revolutionsgarden sollen als Lieferant von Massenvernichtungswaffen gebrandmarkt werden.

WashingtonDie iranische Elitetruppe, die Al-Kuds-Einheit, soll zudem auf die Liste von Staaten und Organisationen gesetzt werden, die den Terrorismus unterstützen. Diese Schritte machen den Weg für finanzielle Sanktionen frei. Es ist das erste Mal, dass die USA Strafmaßnahmen gegen das Militär eines souveränen Staates verhängen: Die Revolutionsgarden sind Teil der iranischen Streitkräfte.

Den Berichten zufolge wollten US-Außenministerin Condoleezza Rice und Finanzminister Henry Paulson die Maßnahmen im Laufe des Tages offiziell bekanntgeben. Danach ermöglichen die Sanktionen das Einfrieren von Guthaben der Revolutionsgarden in den USA und Strafen für Unternehmen, die mit ihnen Geschäfte betreiben. Der "Washington Post" zufolge könnten Hunderte von ausländischen Firmen betroffen sein.

Die USA werfen den Revolutionsgarden seit langem vor, extremistische irakische Milizionäre auszubilden, zu finanzieren und sie mit modernen Waffen auszurüsten. Insbesondere der Al-Kuds-Einheit wird massive Unterstützung der radikalen Schiiten angelastet und damit eine Mitverantwortung für die Anschläge auf US-Soldaten im Irak. (mit dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar