• Strauß-Prozess: Zeuge sagt zum zweiten Mal ab Geschäftsmann Holzer soll Angaben zu Geldtransfers machen

Politik : Strauß-Prozess: Zeuge sagt zum zweiten Mal ab Geschäftsmann Holzer soll Angaben zu Geldtransfers machen

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(dpa). Der in die LeunaAffäre verwickelte Geschäftsmann Dieter Holzer hat seinen mit Spannung erwarteten Zeugenauftritt im Steuerstrafprozess gegen Max Strauß zum zweiten Mal abgesagt. Der in Libanon lebende Holzer sollte an diesem Dienstag vor dem Landgericht Augsburg erscheinen. Er gilt als einer der Hauptzeugen in dem Verfahren. Strauß wird Steuerhinterziehung von 1,3 Millionen Euro aus Provisionszahlungen vom nach Kanada geflüchteten Waffenhändler Karlheinz Schreiber vorgeworfen.

Man sei mit Holzers Anwalt bemüht, einen „zeitnahen Termin“ für dessen Aussage zu finden, teilte das Gericht am Montag mit. Holzer sei nach wie vor grundsätzlich bereit auszusagen. Er war 2003 in Paris im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen in der Affäre um die ostdeutsche Raffinerie Leuna zu 15 Monaten Haft und einer Geldstrafe von 1,5 Millionen Euro verurteilt worden.

Im Augsburger Strauß-Prozess erhofft sich das Gericht von Holzer Angaben über das Schweizer Konto „Maxwell“, über das die Provisionszahlungen an Strauß gelaufen sein sollen und auf das Holzer möglicherweise Zugriff hatte. Als Zeuge wird an diesem Dienstag der bereits verurteilte Ex- Thyssen-Manager Winfried Haastert auftreten. Er war im Zusammenhang mit Schmiergeldzahlungen von Schreiber in Höhe von rund 700 000 Euro zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt worden. Das Urteil ist zur Revision anhängig. Es wird daher erwartet, dass Haastert von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen wird.

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