Politik : Streit um "Apache"-Einsatz?

NEW YORK/BRÜSSEL (AFP/rtr/AP).Die "Apache"-Hubschrauber sind nach Informationen der "New York Times" wegen Unstimmigkeiten zwischen dem Nato-Oberbefehlshaber für Europa, Wesley Clark, und dem US-Verteidigungsministerium bislang im Kosovo-Krieg nicht zum Einsatz gekommen.Verteidigungsminister William Cohen und Generalstabschef Henry Shelton hätten Clarks Drängen, die Hubschrauber einzusetzen, nicht nachgegeben, berichtete die Zeitung am Sonntag.Cohen und Shelton seien der Ansicht, daß diese "Mission zu riskant" sei.Ein hochrangiger US-Regierungsvertreter sagte zudem, das Problem sei, daß Clark aggressiv sei.Es gebe Widerstand, das zu tun, was er wolle.Nato-Sprecher Shea erklärte am Sonntag allerdings: "Mir sind solche Probleme nicht bekannt." Die Entscheidung werde allein Clark treffen.Zuvor hatte Militärsprecher Jertz gesagt, der Einsatz der Hubschrauber werden "nicht mehr lange" auf sich warten lassen.

Der "New York Times" zufolge hatte Washington die Stationierung der "Apache"-Hubschrauber in Albanien nur unter der Bedingung zugelassen, daß sie nur nach persönlicher Zustimmung von Präsident Clinton eingesetzt werden.Diese liege hauptsächlich deshalb noch nicht vor, weil das Pentagon noch keine entsprechende Empfehlung gegeben habe.Zudem werde befürchtet, der Konflikt könne sich auch auf Albanien ausweiten, wo die 24 US-Hubschrauber derzeit stationiert sind.Belgrad könne als Antwort Vergeltungsschläge gegen das Nachbarland ausführen.Seit dem 27.April stürzten bei Übungsflügen bereits zwei Hubschrauber ab, zwei Piloten wurden getötet.

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