Streit um Flüchtlinge : Bosbach fordert Krisentreffen zur Unterbringung von Asylbewerbern

In Berlin-Hellersdorf sorgt ein Asylbewerberheim für Konflikte, jetzt fordert CDU-Innenpolitiker Bosbach ein Krisentreffen von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden. Das Thema dürfe nicht den Rechtspopulisten überlassen werden.

Wolfgang Bosbach (CDU) verlangt ein Krisentreffen zum Umgang mit Flüchtlingen.
Wolfgang Bosbach (CDU) verlangt ein Krisentreffen zum Umgang mit Flüchtlingen.Foto: dpa

Angesicht der zunehmenden Konflikte um Asylbewerberheime hat der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach ein rasches Krisentreffen von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden gefordert. Die steigenden Asylbewerberzahlen dürften als Thema nicht den Rechtspopulisten überlassen werden, sagte Bosbach der „Saarbrücker Zeitung“. Die Asylverfahren müssten durch den Einsatz von mehr Personal beschleunigt werden. Zudem müssten die Kommunen Hilfe bei der Unterbringung erhalten.
Bosbach warnte die Städte davor, leer stehende Großobjekte wie Krankenhäuser oder Schulen als Unterkünfte zu nehmen, um möglichst viele Flüchtlinge auf einmal unterzubringen. „Man muss die Sorgen der Anwohner ernst nehmen“, sagte der CDU-Politiker.

Protest und Gegen-Demo in Hellersdorf
Bewohner des Hausprojektes "Liebig 34" stehen vermummt oder mit Affenmasken während einer Gegendemonstration zu einer Kundgebung der rechtspopulistischen Vereinigung "Pro Deutschland" in Berlin auf einem Balkon in der Liebigstraße.Weitere Bilder anzeigen
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21.08.2013 19:24Bewohner des Hausprojektes "Liebig 34" stehen vermummt oder mit Affenmasken während einer Gegendemonstration zu einer Kundgebung...


Grünen-Fraktionschefin Renate Künast sagte der „Saarbrücker Zeitung“, nicht die steigenden Flüchtlingszahlen seien das Problem, sondern die gezielten Aktivitäten der Rechtsextremen. „Man muss die Rechten in ihre Schranken weisen.“ Auch müssten die Kommunen ihre Standortentscheidungen für die Unterkünfte vor dem Hintergrund möglicher rechtsextremer Aktivitäten sehr sorgsam treffen. „Dazu gehört jeweils auch ein umfassendes Sicherheitskonzept“, forderte Künast. (afp)

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