Politik : Streit um Laufzeiten der Tarifverträge

Die Arbeitgeber schlagen angesichts der Konjunkturkrise erstmals langfristige Lohnabschlüsse mit der Möglichkeit eines Nachschlags vor. Die IG Metall lehnte diesen Vorstoß von Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt am Donnerstag ab, da die Folgen der Anschläge in den USA für die Weltwirtschaft über einen längeren Zeitraum nicht abzuschätzen seien. Deshalb müssten 2002 kurzfristige Tarifverträge ausgehandelt werden. Hundt lehnte hingegen die Idee von zwei Tarifrunden ab. Das würde bei den Unternehmen Unsicherheit schüren und die Krise verschärfen. Die Betriebe bräuchten gerade jetzt Planungssicherheit, betonte der Arbeitgeberpräsident. Nachbesserungen seien möglich, "falls zum Beispiel die Produktivität um 0,5 Prozent stärker wächst als angenommen".

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