Politik : Streit um Roma: Bukarest kritisiert Paris

Bukarest/Brüssel - Die Gruppenabschiebungen von Roma aus Frankreich stoßen weiter auf Kritik. Das rumänische Parlament verurteilte das französische Vorgehen in einer am Mittwoch in Bukarest veröffentlichten Erklärung als „diskriminierend“. Die Abschiebungen seien eine „schwerwiegende Verletzung“ der Bürger- und Freiheitsrechte, hieß es in der gemeinsamen Erklärung des rumänischen Abgeordnetenhauses und des Senats. Die EU-Kommission hält sich deshalb ein Verfahren gegen Frankreich offen.

Unterdessen hält die französische Regierung das Bekenntnis der Terrororganisation Al Qaida zu der Entführung von fünf Franzosen im Niger für echt. Das Außenministerium in Paris bezeichnete am Mittwoch das von dem arabischen Fernsehsender Al Dschasira verbreitete Bekennervideo als „authentisch“. Staatspräsident Nicolas Sarkozy versicherte, alle Kräfte zur Befreiung der Geiseln seien mobilisiert. Fünf Franzosen sowie zwei Afrikaner waren vergangene Woche im Norden des Niger verschleppt worden. AFP

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