Stromkürzung : Palästinenser strafen Israel mit Raketenangriffen

Nach einer Stromkürzung für den Gazastreifen haben militante Palästinenser israelische Grenzstädte beschossen. Israel wollte mit der Aktion militante Gruppen in die Knie zwingen.

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Angst vor Angriffen: Diese israelische Familie wurde in einem Kibbutz an der Grenze zu Gaza getroffen. -Foto: dpa

Gaza/Tel Aviv Israel hatte in der Nacht zum Freitag als Reaktion auf den fortwährenden Beschuss die Stromlieferung in den Gazastreifen leicht
gekürzt. Die Kürzungen beliefen sich nach israelischen Angaben auf 0,5 Prozent der täglichen Lieferung von 124 Megawatt.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft Israel vor, mit der Kürzung gegen internationales Recht zu verstoßen. US-Außenamtssprecher Tom Casey sagt in Washington, die US-Regierung wolle nicht, dass sich die humanitäre Situation im Gazastreifen verschlechtere. Zugleich wies Casey auf das Recht Israels hin, sich gegen die Raketenangriffe zu verteidigen.

Israel will mit Strafmaßnahmen wie Strom- und Treibstoffkürzungen sowie Handelsbeschränkungen die rund 1,5 Millionen Palästinenser im Gazastreifen zwingen, gegen militante Gruppen und Raketenschützen vorzugehen. Nach internationalem Völkerrecht muss die radikalislamische Hamas-Bewegung, die seit Mitte Juni vergangenen Jahres den Gazastreifen kontrolliert, den Beschuss der israelischen Zivilbevölkerung unterbinden. (liv/dpa)

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