Strompreise : Die lange Leitung der Politik
10.10.2012 09:41 Uhr"Strom darf kein Luxusgut werden"
Was bringt das Stromsparen?
Natürlich: Wer weniger Energie verbraucht, muss weniger bezahlen. Die Bundesregierung will den Stromverbrauch in Deutschland bis 2020 um 10 Prozent und den Primärenergieverbrauch um 18 Prozent senken. Der Bundesumweltminister sieht zunächst einmal in intensiverer Energieberatung vor allem für sozial Schwache „eine Möglichkeit, dem Strompreis ein Schnippchen zu schlagen“.
Die Pläne bleiben freilich vage: Bis 2020 soll allen Haushalten die Möglichkeit gegeben werden, eine solche Beratung in Anspruch zu nehmen. Bislang hat davon nur jeder zehnte Haushalt Gebrauch gemacht. Einkommensschwachen stellt Altmaier „Hilfsangebote“ für die Anschaffung energiesparender Geräte in Aussicht, eine „Abwrackprämie“ für alte Stromfresser lehnt er aber ab.
Letzteres fordert hingegen AWO-Bundesvorsitzender Wolfgang Stadler. Zum Verzicht aufzurufen, sei keine Lösung, Strom dürfe nicht zum Luxusgut werden.
Der Caritasverband hingegen begrüßt Altmaiers Pläne. An gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen organisierten kostenlosen Stromspar-Checks hätten sich bereits mehr als 80000 einkommensschwache Haushalte beteiligt. Allein durch Installation kleiner Energiesparartikel hätten sich dort die Stromkosten um durchschnittlich 86 Euro pro Jahr reduzieren lassen. Das müsse auf breitere Basis gestellt werden. (mit Reuters)
















