Politik : Struck: Bundeswehr noch Jahre im Kosovo

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(dpa). Der Einsatz der Bundeswehr im Kosovo wird nach Einschätzung von Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) noch Jahre dauern. „Das ist kein Mandat, das man schnell beenden kann“, sagte er bei der Begleitung einer Patrouille deutscher KFORFriedenstruppen am Samstag in Prizren. Allerdings sei es möglich, die Bundeswehr-Präsenz im Kosovo langsam, aber sicher zu verringern. Bei seinem Besuch will sich Struck über die Sicherheitslage im Kosovo informieren. Die Situation sei derzeit ruhig, aber nicht stabil, teilte das KFOR-Hauptquartier in Pristina mit. Auch das Hauptquartier wolle die Militär-Präsenz im Kosovo reduzieren, sagte der Kommandeur des deutschen Kontingents, Wolf Dieter Skodowski. Die Verantwortung für die Sicherheit solle Stück für Stück an die UN-Polizei und die Gemeinden abgegeben werden. Unter Skodowskis Kommando stehen rund 10 000 KFOR-Soldaten im gesamten Süden und Westen des Kosovo, darunter Einheiten aus Italien, Österreich und der Türkei. Aus Deutschland stammen etwa 3700 der Soldaten.

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