Studie : Baden-Württemberg kann alles - auch Wirtschaft

Baden-Württemberg ist einer Studie zufolge das wirtschaftlich erfolgreichste Bundesland. Das Schlusslicht des Bundesländerrankings 2007 bildet Brandenburg.

Neue Mercedes-Benz C-Klasse
Die neue Mercedes-Benz C-Klasse wird am Donnerstag (18.01.07) in Stuttgart erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.Foto: ddp

BerlinBaden-Württemberg ist einer Studie zufolge das wirtschaftlich erfolgreichste Bundesland. Das Land schaffte es an die Spitze des Bundesländerrankings 2007 der arbeitgebernahen Initiative Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der "Wirtschaftswoche", das in Berlin vorgestellt wurde. Auf dem zweiten Platz folgt Sachsen-Anhalt, auf Rang drei Hamburg. Schlusslicht in dem so genannten Dynamikranking ist Brandenburg.

Der Studie zufolge kommt Baden-Württemberg vor allem der deutliche Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts zugute, das zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent zunahm und damit weit vor dem durchschnittlichen Anstieg von 3,6 Prozent liegt. In Sachsen-Anhalt war den Angaben nach die "hervorragende" Entwicklung bei der Arbeitsproduktivität ausschlaggebend.

Hamburg profitierte vor allem von der Globalisierung. Der Stadtstaat konnte sich im Vergleich zum Vorjahr um sieben Ränge von Platz zehn noch vor Bayern auf den dritten Platz schieben. Fast zehn Prozent der 500 umsatzstärksten Unternehmen haben ihren Sitz in Hamburg, wie der Vize-Chefredakteur der "Wirtschaftswoche", Klaus Methfessel, erläuterte.

Rang zwei belegt Sachsen-Anhalt, das sich in den letzten Jahren konsequent nach vorn gearbeitet hat und in diesem Jahr das dynamischste Bundesland im Osten ist. Verantwortlich dafür ist der Studie zufolge die hervorragende Entwicklung bei der Arbeitsproduktivität, die im untersuchten Zeitraum um 5,4 Prozent stieg. Bundesweit waren es durchschnittlich nur 3,0 Prozent.

Brandenburg weist derweil die schwächste Entwicklung des Wohlstandes mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 Prozent und einer Steigerung der Arbeitsproduktivität von 1,0 Prozent auf. Zugleich verbuchte die Mark aber die größte Verbesserung bei der Arbeitslosenquote (minus 1,8 Prozentpunkte).

Neben dem Dynamikvergleich gibt die Studie in einem Bestandsranking Auskunft über das aktuelle Niveau der wirtschaftlichen Stärke eines Bundeslandes. An der Spitze liegt hier zum dritten Mal in Folge Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg und Hessen. Wie 2006 hält Mecklenburg-Vorpommern die Rote Laterne hinter Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Stadtstaaten wurden hier gesondert analysiert.

Das Länderranking vergleicht 33 ökonomische und standortrelevante Indikatoren vom Bruttoinlandsprodukt bis zur Investitionsquote. Ausschlaggebend für die Platzierung beim Dynamikranking sind ausschließlich Veränderungen zwischen 2004 und 2006.
(mit ddp)

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar