Suchtprävention : Bätzing will Drogenaufklärung in die Schule holen

Alkohol- und Drogenmissbrauch bei jungen Menschen will die Drogenbeauftragte der Bundesregierung mit zweierlei Mitteln bekämpfe: Einerseits soll das Thema Teil des Schulunterrichts werden. Andererseits setzt sie auf jugendliche Testkäufer.

Alkohol
Viele junge Menschen greifen schon früh zur Flasche. -Foto: dpa

BerlinDie Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat ein neues Schulfach "Gesundes Leben" vorgeschlagen. Darin sollten gesunde Ernährung gelehrt und Drogenmissbrauch bekämpft werden, sagte die SPD-Politikerin der Zeitung "B.Z. am Sonntag". Bätzing machte sich erneut dafür stark, dass in Kneipen, Kiosken, Tankstellen und Geschäften jugendlich aussehende Testkäufer überprüfen, ob sie nach dem Ausweis gefragt werden. "Das hat nichts mit Spitzelei, sondern mit korrekter Kontrolle zu tun." Die Behörden müssten die gesetzlich vorgesehenen Geldbußen von bis zu 50.000 Euro bei unerlaubtem Verkauf von Alkohol auch verhängen.

Für ein schärferes Vorgehen gegen Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen plädierte auch der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg. Dazu gehörten die strikte Beachtung des Jugendschutzes genauso wie eine gezielte Suchtprävention an Schulen und deutlich strengere Gesetze, sagte Landsberg der "Rheinpfalz am Sonntag". Nach offiziellen Angaben werden in Deutschland jährlich 20.000 junge Menschen unter 20 Jahre mit Alkoholvergiftung in eingeliefert. (ut/dpa)

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