Sudan : Friedenssoldaten in Darfur getötet

Bei einem Angriff auf die Friedenstruppe der Afrikanischen Union AU sind in der sudanesischen Krisenregion Darfur mindestens zehn afrikanische Soldaten getötet worden. Es ist die folgenschwerste Attacke seit Beginn des Einsatzes vor drei Jahren.

KhartumDer Chef der AU-Mission, Rodolfe Adaba, sei "äußerst schockiert" über die Attacke, sagte sein Sprecher Noureddine Mezni. Bei dem Überfall auf das Camp Haskanita seien zudem sieben AU-Soldaten verletzt worden. Wer für die Attacke verantwortlich war, wurde zunächst nicht bekannt.

Vereinte Nationen und AU wollen in den kommenden Monaten gemeinsam eine Friedenstruppe mit 26.000 Mann aufstellen, die die bisherige ausschließlich aus afrikanischen Kontingenten bestehende und schwach ausgerüstete Mission von 6000 Mann ablöst. Bei einem Treffen unter gemeinsamer Leitung der UNO und der AU war vor zehn Tagen eine Erklärung verabschiedet worden, in der die Rebellenorganisationen unter Androhung von Sanktionen aufgefordert werden, an einer Friedenskonferenz am 27. Oktober in Tripolis teilzunehmen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte bei einer Reise durch den Sudan, den Tschad und Libyen Anfang September die jüngste Initiative vorbereitet und das Einverständnis Libyens erwirkt, die Konferenz auszurichten. (mit AFP)

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