Südkorea : 400.000 Tonnen Reis für Nordkorea

Südkorea hat Nordkorea in Wirtsschaftsgesprächen zugesagt, das Land mit 400.000 Tonnen Reis zu versorgen. Die Lieferungen sollten Ende Mai anlaufen. Die Einstellung des umstrittenen Atomprogramms stellte Pjöngjang nicht in Aussicht.

Seoul - Seoul machte Pjöngjang laut Medienberichten aber deutlich, dass die Lebensmittelhilfe davon abhänge, ob Nordkorea Schritte in Richtung einer Einstellung seines Atomprogramms mache. Die Gespräche über die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen in Pjöngjang sollten ursprünglich am Samstag abgeschlossen sein, wurden jedoch bis Sonntag verlängert.

Die Lieferungszusage sei "aus humanitären Gründen und brüderlicher Liebe der selben Nation" gemacht worden, hieß es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Medienberichten zufolge hatte Südkorea vergeblich darauf gedrängt, einen Passus über das internationale Abkommen über Nordkoreas Atomprogramm in die gemeinsame Stellungnahme aufzunehmen. Südkorea hatte seine Lebensmittelhilfen an das Nachbarland im Juli nach Raketentests Nordkoreas eingestellt.

Nordkorea hatte am 13. Februar dem Ausstieg aus seinem umstrittenen Atomprogramm und einer Abschaltung seiner Atomanlage in Yongbyon binnen 60 Tagen zugestimmt. Es ließ die Frist jedoch verstreichen, weil eingefrorene Gelder in Höhe von 25 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) auf einer Bank in Macau nicht freigegeben worden seien. Die internationale Einigung sah zudem vor, dass Nordkorea erstmals seit 2002 wieder Inspekteure der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ins Land lassen soll. Als Gegenleistung wurden dem Land umfangreiche Wirtschafts- und Energiehilfen zugesagt. (tso/AFP)

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