Politik : Südkorea feiert ersten WM-Sieg

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Im ohrenbetäubendem Lärm der fast ausnahmslos in Rot gekleideten südkoreanischen Fans spielte sich die Mannschaft begeistert auf und schaffte ihren ersten Sieg bei einer WM. Die polnische Abwehr um Kapitän Tomasz Waldoch, der in der Bundesliga beim FC Schalke 04 spielt, zeigte viele Schwächen. Ein Freistoß von Michal Zewlakow, der knapp über das Tor ging, war die beste Szene der favorisierten Polen.

In Seoul tanzten die Menschen auf den Straßen. Das erste Tor für die südkoreanische Mannschaft versetzte die Menschen vor Großbildleinwänden und Geschäften mit Fernsehschirmen in einen Freudentaumel. Überall war Klatschen, Kreischen und Jubel zu hören. Nach dem Spiel fuhren Autokorsos hupend durch die Stadt.

Ebenfalls begeistert feierten die Japaner den Auftakt der Weltmeisterschaft. Das 2:2 gegen Belgien – der erste japanische Punktgewinn bei einer Fußball-WM – wurde in Tokio und anderen Städten frenetisch gefeiert. Im Tokio Stadium verfolgten rund 40 000 Zuschauer auf einer riesigen Leinwand das Spiel aus Saitama.

Marc Wilmots hatte Belgien nach einer knappen Stunde Spielzeit mit einem Fallrückzieher in Führung gebracht. Kurz darauf gelang den Japanern der Ausgleich. Takayuki Suzuki konnte sich nach einem langem Pass gegen zwei belgische Verteidiger durchsetzen und den Ball am belgischen Keeper Geert de Vlieger vorbeizirkeln. Die belgische Abwehr machte hierbei ebenso wenig einen guten Eindruck wie beim japanischen Führungstreffe, als Junichi Inamoto die Inkonsequenz der Verteidiger nutzen konnte. Trotz des 2:2-Ausgleichs durch einen Heber des Belgiers Peter van der Heyden feierten die Japaner das Unentschieden wie einen Sieg. Trainer Philippe Troussier sagte nach dem Spiel: „Das ist ein historischer Punkt, weil es der erste ist, den Japan bei einer WM-Runde erreicht hat.“ Belgiens Trainer Robert Waseige lobte die begeisterung der Fans bei der ersten WM in Asien. „Die Menge war fantastisch – besser als ein zusätzlicher Spieler für Japan“, sagte Waseige.

Auch in China verfolgten Tausende Menschen den ersten Auftritt ihrer Mannschaft bei einer Weltmeisterschaft. Nach Angaben des „Deutschlandfunks“ wurde das Spiel gegen Costa Rica aber nicht auf Großbildleinwänden gezeigt, um Massenaufläufe zum 13. Jahrestag des Massakers am Tienanmen- Platz zu verhindern.

Das chinesische Team unterlag in Gwangju 0:2 (0:0) gegen Costa Rica und hat bereits nach dem ersten Spiel nur noch geringe Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals. Für die Mittelamerikaner erzielten Ronald Gomez und Mauricio Wright in der zweiten Halbzeit die Tore.

Vor 27 217 Zuschauern im längst nicht ausverkauften Stadion in Gwangju - darunter 10 000 Anhänger aus China - erspielten sich die Chinesen zunächst ein optisches Übergewicht. Die Elf von Trainer Velibor Milutinovic spielte allerdings im Angriff zu ungenau. Costa Rica trat cleverer auf und war mit Kontern erfolgreich.

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