• Südkorea feuert Warnschüsse auf Schiff ab Gefecht nach Grenzverletzung durch nordkoreanisches Boot

Politik : Südkorea feuert Warnschüsse auf Schiff ab Gefecht nach Grenzverletzung durch nordkoreanisches Boot

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Seoul (dpa). Fünf Monate nach dem blutigen Seegefecht zwischen Süd und Nordkorea ist es am Mittwoch an der gemeinsamen Grenze im Gelben Meer erneut zu einem militärischen Zwischenfall gekommen. Südkoreas Marine habe Warnschüsse auf ein nordkoreanisches Patrouillenboot abgefeuert, das in südkoreanische Gewässer eingedrungen sei, teilte der Generalstab in Seoul mit. Nach den Warnschüssen habe sich das feindliche Boot über die Seegrenze vor der Westküste zurückgezogen. „Es gab keinen Schusswechsel“, so ein Sprecher des Generalstabs.

Der jüngste Vorfall ereignete sich in einer kritischen Phase der Annäherung zwischen beiden Ländern. Nordkoreas Eingeständnis im Oktober, an einem verdeckten Atomwaffenprogramm zu arbeiten, hatte weltweit Besorgnis um die Region ausgelöst.

Nach der Grenzverletzung durch das Boot habe die südkoreanische Marine ein Kriegsschiff und vier Schnellboote geschickt, hieß es. Südkoreas Militär vermutete, das nordkoreanische Patrouillenboot habe während der Beobachtung von Fangaktivitäten chinesischer Fischerboote in dem Gebiet die Grenzlinie zu Südkorea verletzt.

An der Seegrenze zwischen beiden Staaten kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Zusammenstößen. Bei einem Gefecht im Gelben Meer Ende Juni zwischen Kriegsschiffen beider Länder wurden fünf südkoreanische Soldaten getötet. Auf nordkoreanischer Seite wurden nach südkoreanischen Schätzungen etwa 30 Soldaten getötet oder verwundet.

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