Südspanien : Gewalt zwischen Afrikanern und Polizei eskaliert

Im südspanischen Badeort Roquetas del Mar haben afrikanische Zuwanderer sich die zweite Nacht in Folge gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Auslöser der Unruhen war der Tod eines Senegalesen.

AlmeríaWie die Behörden am Montag mitteilten, bewarfen Afrikaner in einem Armenviertel Polizeibeamte und einen Krankenwagen mit Steinen. Sie errichteten Barrikaden und zündeten Autos sowie Müllcontainer an. Die Polizei setzte Gummigeschosse gegen die Randalierer ein. Mehrere Menschen wurden verletzt. Die genaue Zahl war zunächst nicht bekannt. Vier Afrikaner wurden festgenommen. In dem Viertel hatte es bereits in der Nacht zum Sonntag Straßenschlachten zwischen Afrikanern und Polizeibeamten gegeben.

Die Auseinandersetzungen hatten sich daran entzündet, dass ein Senegalese - vermutlich in einem Streit um Drogengelder - erstochen worden war. Daraufhin setzte eine Gruppe von Afrikanern das Wohngebäude in Brand, in dem der mutmaßliche Messerstecher lebte. In der Siedlung am Stadtrand von Roquetas del Mar leben vor allem Afrikaner und Roma. (mfa/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben