Politik : Süßes Wahlgeheimnis

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Hildegard Hamm-Brücher hat die FDP verlassen – aber nicht ohne eine Abrechnung mit den eigenen Parteifreunden. Schon vor der Bundestagswahl hatte sie ihren Abschiedsbrief an FDP-Chef Guido Westerwelle formuliert, und auch nachdem Westerwelle den Machtkampf mit seinem Widersacher Jürgen Möllemann sucht, will sie nichts zurücknehmen. Sie habe sich „geschämt“, dass die Partei „eine sehr unerfreuliche anti-israelische Position“ habe entstehen lassen, sagte die Altliberale in der „Johannes-B.-Kerner- Show“. Sie arbeite seit 1947 in christlich- jüdischen Gesellschaften, auf den Evangelischen Kirchentagen und in Arbeitsgemeinschaften an der Aufgabe, „einen gemeinsamen Weg“ zu finden. Diese Arbeit werde sie jetzt weiter intensivieren. Ihr FDP-Austritt sei endgültig. Ob sie die FDP einmal wieder wählen könne, wisse sie nicht. Hat sie am Sonntag FDP gewählt? Hamm-Brücher: „Ich glaube, das ist mein süßes Wahlgeheimnis.“ Tsp

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