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Syrien : Bis zu 60 Tote bei Doppelanschlag nahe Damaskus

Berichten der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge explodierten zwei Autobomben in einem Vorort der Hauptstadt. Die Ortschaft Dscharamana ist als regierungsfreundlich bekannt.

Bei einem Doppelanschlag und der Explosion mehrerer Bomben nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus sind Augenzeugenberichten zufolge bis zu 60 Menschen ums Leben gekommen. Zunächst war von mindestens 20 Todesopfern berichtet worden. Berichten der oppositionellen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge erfolgte die Anschlagsserie in der Ortschaft Dscharamana. Dabei wurden außerdem dutzende Menschen verletzt.

Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete von „zwei Terroranschlägen“ mit mehreren Opfern, ohne zunächst nähere Angaben zu machen. Nach Angaben von Anwohnern ereigneten sich die gleichzeitig ausgeführten Anschläge am frühen Morgen um 06.30 Uhr Ortszeit. Offenbar explodierten kurz hintereinander vier Sprengsätze. Zwei der Bomben waren in Autos versteckt. In Dscharamana leben mehrheitlich Drusen und Christen, die Milizen gebildet haben, um ihr Viertel zu verteidigen. Das Viertel gilt als regierungsfreundlich, die Bewohner hatten zu Beginn des syrischen Bürgerkriegs versucht, sich aus der bewaffneten Auseinandersetzung herauszuhalten. Die Lage in dem Stadtteil spitzte sich jedoch in den vergangenen Monaten zu, nachdem dort mehrfach Bomben explodiert waren. (AFP, dpa)

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