Syrien : Clinton verurteilt Assad für 2000 Tote

Die syrischen Sicherheitskräfte haben mittlerweile 2000 friedlich demonstrierende Menschen getötet. US-Außenministerin Clinton kündigt weitere Wirtschaftssanktionen an. Unterdessen werden wieder vier Menschen erschossen.

Harte Worte aus dem Weißen Haus. Hillary Clinton will Sanktionen gegen Syrien verschärfen.
Harte Worte aus dem Weißen Haus. Hillary Clinton will Sanktionen gegen Syrien verschärfen.Foto: Reuters

Trotz der wachsenden internationalen Kritik geht die syrische Führung weiter mit Gewalt gegen die Opposition vor. Unterdessen verurteilt US-Außenministerin Hillary Clinton das gewaltsame Vorgehen von Syriens Präsident Baschar al-Assad. Sie sagte in Washington, die syrischen Sicherheitskräfte seien inzwischen wohl für den Tod von mehr als 2000 friedlichen Demonstranten verantwortlich.

Die USA arbeiteten daran, den Druck auf die Führung in Damaskus zu erhöhen. Die US-Regierung will ihre Wirtschaftsanktionen auf einen syrischen Geschäftsmann und Abgeordneten aus, der enge Beziehungen zu Assad haben soll. Den Namen des Mannes gab die US-Regierung jedoch nicht bekannt.

Bei neuen Protesten gegen Präsident Baschar al-Assad erschossen Soldaten nach Angaben von Menschenrechtsgruppen am Donnerstagabend wieder vier Demonstranten. In der südlichen Stadt Nawa nahe der Protesthochburg Deraa seien mindestens drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden, sagte ein Sprecher eines Aktionsbündnisses.

Hier und in den umliegenden Orten komme es täglich nach den Ramadan-Gebeten zu Demonstrationen. In Damaskus wurde einer anderen Organisation zufolge ein Demonstrant getötet. Sicherheitskräfte hätten dort eine Kundgebung umstellt und auf die Menge gefeuert. Landesweit sollen wieder Zehntausende gegen Assad demonstriert haben. Die Proteste gegen das Regime in Damaskus dauern bereits seit Monaten an.
Am Mittwoch hatte der UN-Sicherheitsrat nach dreitägigem Ringen in einer gemeinsamen Erklärung das gewaltsame Vorgehen gegen die Demokratiebewegung in Syrien verurteilt. Die Führung in Damaskus hat darauf bisher nicht reagiert. (Reuters)

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