Syrien : Franziskaner: Christen von Al-Nusra-Front entführt

Die radikalislamische Al-Nusra-Front hat in Syrien nach Angaben des Franziskaner-Ordens mehrere Christen entführt. Auch ein Franziskaner-Pater sei unter den Gefangenen, teilte der Orden am Dienstag mit.

Anhänger der Al-Nusra-Front demonstrieren im zerstörten Aleppo.
Anhänger der Al-Nusra-Front demonstrieren im zerstörten Aleppo.Foto: AFP

Die radikalislamische Al-Nusra-Front hat in Syrien dem Franziskaner-Orden zufolge mehrere Christen entführt. Auch der Franziskaner-Pater Hanna Dschalluf sei unter den Gefangenen, teilte der Orden am Dienstag mit. Der syrische Arm des Terrornetzwerks Al-Kaida, der im Bürgerkrieg gegen Staatschef Baschar al-Assad kämpft, brachte die Christen demnach in der Nacht zum Montag in dem Dorf Kunja nahe der Grenze zur Türkei im Nordwesten des Landes in seine Gewalt.
Kunja ist ein überwiegend von Christen bewohntes Dorf mit mehreren hundert Einwohnern in der syrischen Provinz Idlib. Es liegt etwa acht Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt. Den Ordensangaben zufolge fanden einige Franziskanerinnen bei Dorfbewohnern Zuflucht. "Wir können derzeit nicht sagen, wo sich Pater Hanna und seine Gemeindemitglieder aufhalten", teilte der Orden mit. Es gebe "keine Möglichkeit, sie oder ihre Entführer zu kontaktieren". (AFP)

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