Syrien : Verdächtiger der Anschläge von Madrid gefasst

Fünf Jahre nach den islamistischen Anschlägen auf vier Madrider Pendlerzüge ist einer der damals geflüchteten mutmaßlichen Terroristen gefasst worden. In Syrien konnte der 31-Jährige festgenommen werden.

Mohammed Belhadj sei in Syrien festgenommen und an sein Heimatland Marokko ausgeliefert worden, berichteten spanische Medien. Der 31-Jährige steht in Verdacht für die Anschläge auf vie Madrider Pendlerzüge mitverantwortlich zu sein. Bei den Attentaten am 11. März 2004 waren 191 Menschen getötet und mehr als 1800 verletzt worden.

Die Polizei in Spanien hatte seitdem mit internationalem Haftbefehl nach Belhadj gefahndet. Zuletzt hatten die Ermittler angenommen, er sei bei einem Selbstmordanschlag im Irak ums Leben gekommen. Stattdessen sei er vermutlich über Belgien und die Türkei nach Syrien gelangt, hieß es. Dort habe er die letzten zwei Jahre gelebt, berichtete die amtliche marokkanische Agentur MAP. Belhadj soll nun in Marokko der Prozess gemacht werden.

DNA-Spuren des 31-Jährigen waren in dem Haus gefunden worden, in dem die Terroristen die Bomben gebaut hatten. Zudem soll Belhadj die Wohnung gemietet haben, in der die Attentäter sich zuletzt versteckt hatten. Sieben der Bombenleger hatten sich dort drei Wochen nach den Attentaten in die Luft gesprengt, als sie von der Polizei umstellt waren. 21 weitere Mitglieder der Terrorzelle wurden im Oktober 2007 in Madrid zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Vier der Verurteilten wurden später in einem Berufungsprozess freigesprochen. ZEIT ONLINE

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