Politik : Syrische Armee dringt in mehrere Städte ein

Damaskus - Im Zuge der Niederschlagung der Protestbewegung gegen Präsident Baschar el Assad ist die syrische Armee am Sonntag nach Angaben von Menschenrechtlern in mehrere Städte eingedrungen. Staatlichen Medienberichten zufolge bereitete sich die Armee zudem auf einen Einsatz in der ostsyrischen Stadt Bukamal vor. Die Sicherheitslage in der an der Grenze zum Irak gelegenen Stadt sei „explosiv“ und es sei eine „Bewegung des bewaffneten Ungehorsams“ zu fürchten, berichtete die regierungstreue Zeitung „El Watan“. Da es für Aufständische dort leicht sei, „logistische und politische Hilfe“ zu erhalten, bereite die Armee eine „Intervention“ vor. Die amtliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, „bewaffnete Terrorbanden“ hätten ein öffentliches Gebäude gestürmt, dort aufbewahrte Waffen gestohlen und drei Sicherheitskräfte getötet.

Der Vorsitzende der syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte dagegen, ein Zivilist sei am Samstag in Bukamal getötet worden, als Soldaten das Feuer auf eine Demonstration eröffneten. Der Vorsitzende der syrischen Menschenrechtsliga, Abdel Karim Rihaui, sagte, Sicherheitskräfte seien nach Massendemonstrationen in die Stadt Sabadani fünfzig Kilometer nordwestlich von Damaskus eingerückt. Sie hätten Häuser durchsucht und mehr als 50 Menschen festgenommen. Nach Angaben Rihauis rückte die Armee auch in die zentralsyrische Stadt Homs ein. Vier Panzer und ein Truppentransporter hätten im Viertel Dawar el Chalidja Stellung bezogen. AFP

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