Politik : Szenen einer Ehe

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Jassir Arafat hat immer erklärt, er sei mit der palästinensischen Revolution verheiratet. Dennoch ehelichte er 1990 Suha Arafat, eine zum Islam konvertierte Palästinenserin aus einer bekannten christlichen Familie aus Nablus. Erst zwei Jahre später wurde die geheime Hochzeit bekanntgegeben. Manche Palästinenser vermuten, mit der Hochzeit habe Arafat der Welt seine

Abkehr vom Revolutionär glaubhaft machen wollen. Kennen gelernt hatten sich die beiden durch die Mutter Suhas, Raymonda Tawil, eine bekannte Journalistin, deren Buch „Mein Gefängnis hat viele Mauern“ auch ins Deutsche übersetzt wurde. Suha machte zunächst Öffentlichkeitsarbeit für die PLO in Tunis und arbeitete anschließend als Wirtschaftsberaterin für Arafat.

Nach dem OsloAbkommen lebte Suha Arafat mit ihrem Mann zunächst in einem bescheidenen Haus in Gaza. 1995 kam die gemeinsame Tochter Zahwa in einer Pariser Privatklinik zur Welt. 2001 wurde Arafat von den Israelis in Ramallah unter Hausarrest gestellt. Damals verließ Suha Arafat den Nahen Osten endgültig und ließ sich in Paris nieder, wo sie einen aufwändigen Lebensstil genießt. Ihren Ehemann sah sie erstmals am Donnerstag vor einer Woche wieder, als sie nach Ramallah reiste, um ihn am nächsten Tag zur Behandlung nach Paris zu begleiten. an

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