Tarifstreit : "Eine Frechheit"

Der baden-württembergische IG-Metall-Chef Hofmann hält Arbeitgeberangebot für nicht verhandelbar.

Mannheim - Jörg Hofmann hat das Angebot der Arbeitgeber in der nordrhein- westfälischen Metall- und Elektroindustrie als «Frechheit» bezeichnet. «Das ist kein Angebot, das man verhandeln kann», sagte Hofmann am Donnerstag bei einer Kundgebung in Mannheim kurz vor Beginn der vierten Entgeltverhandlungsrunde in Baden-Württemberg. Es liege unter dem Inflationsausgleich und sei ein Programm gegen Beschäftigungsaufbau.

Die Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen haben bei den Tarifverhandlungen in Düsseldorf 1,2 Prozent mehr Lohn pro Jahr und Einmalzahlungen angeboten. Die Laufzeit des Vertrages soll 24 Monate betragen. Die monatlichen Einmalzahlungen belaufen sich auf 0,6 Prozent bis Februar 2007 und 0,4 Prozent bis Februar 2008. Die Offerte liegt damit deutlich unter den Forderungen der IG Metall, die für die Metallbeschäftigten Einkommensverbesserungen von fünf Prozent durchsetzen will.

Es wird erwartet, dass die Arbeitgeber im Südwesten ein ähnliches Angebot vorlegen werden wie in Nordrhein-Westfalen. (tso/dpa)

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