Tarifstreit : Kita-Streiks werden auf Ostdeutschland ausgedehnt

Die Arbeitsniederlegungen der Erzieher und Sozialarbeiter werden weiter fortgesetzt. Ab Dienstag bleiben die Kitas auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Hamburg geschlossen.

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) haben zu weiteren Streiks bis Donnerstag aufgerufen.

Neben Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Bayern werden erstmals auch Kita-Beschäftigte in Sachsen und Sachsen-Anhalt ihre Arbeit niederlegen. Auch in Hamburg soll es Warnstreiks geben.

Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften vor den Verhandlungen mit den Arbeitgebern am Mittwoch den Druck erhöhen. Sie verlangen für die rund 220.000 Beschäftigten in kommunalen Kitas und Jugendämtern mehr Geld und einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz.

Seit einer Woche
bleiben die Kitas in vielen Städten geschlossen. Zehntausende Erzieherinnen und Sozialarbeiter beteiligen sich nach Gewerkschaftsangaben an den Streiks.

Bereits am 6. Mai hatten sich knapp 20.000 Erzieher und Sozialarbeiter kommunaler Einrichtungen an Warnstreiks für einen gesonderten Gesundheits-Tarifvertrag beteiligt. Ver.di hatte die Verhandlungen über einen solchen Vertrag Ende April für gescheitert erklärt. (nal/dpa/Reuters)

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