Terror in Großbritannien : Zwei weitere Verdächtige festgenommen

Nach den versuchten Anschlägen von London und Glasgow hat die britische Polizei nun sieben Verdächtige festgenommen. Zwei davon sollen Ärzte sein.

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Terroralarm: Die Polizei hat die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. -Foto: AFP

Nach dem fehlgeschlagenen Anschlag auf den Flughafen der schottischen Stadt Glasgow hat die Polizei zwei weitere Verdächtige festgenommen. Es handele sich um zwei  Männer im Alter von 25 und 28 Jahren, teilte die Polizei mit. Insgesamt wurden nach dem Anschlag in Glasgow und zwei gescheiterten Autobombenanschlägen in London damit sieben Menschen festgenommen.

Die britische Polizei sucht nach weiteren flüchtigen Verdächtigen. Mindestens drei mutmaßliche Mitglieder einer mit Al Qaida vernetzten Terrorzelle stünden im Zentrum der Fahndung, berichtete die Zeitung "Guardian". Die Sender BBC und Sky News berichteten von einem flüchtigen Verdächtigen. Am Wochenende waren bereits vier Männer und eine Frau festgenommen worden, darunter sind nach Medienangaben zwei Ärzte.

Die Polizei wollte Berichte nicht kommentieren, wonach die Festgenommenen aus dem Nahen Osten kommen. Nach Angaben der Zeitung "The Sun" ist einer der Verdächtigen ein Arzt aus dem Iran, der in Großbritannien arbeitete. Er soll demnach der Drahtzieher hinter den Attacken sein. Laut "Daily Telegraph" handelt es sich dagegen um einen Libanesen, laut "Daily Mail" um einen Jordanier. Über den anderen Verdächtigen, der auch Arzt sein soll, ist bisher nichts Näheres bekannt. Am Samstag war ein Wagen am Eingang des Flughafens Glasgow explodiert, am Vortag waren zwei Autobomben in London gerade noch rechtzeitig entschärft worden. Alle drei Taten hängen nach Angaben der Polizei eng zusammen.

Zu Beginn der Arbeitswoche mussten sich Pendler und Reisenden im ganzen Land auf massive Behinderungen einstellen. Die Polizei hatte die Sicherheitsvorkehrungen an Bahnhöfen und Flughäfen verstärkt, nachdem die Regierung am Wochenende die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen hatte. Die Anfahrt zu vielen Terminals wurde verboten oder eingeschränkt. (mit dpa/AFP)

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